Ziel und Zweck des Vereins SpitalBenchmark

Der Verein SpitalBenchmark wurde primär als Plattform für seine Mitglieder gegründet, auf welcher sensible und vertrauliche Daten zu internen Abläufen, Gesamtkosten und Fallkosten in allen Teilbereichen der Spitäler objektiv vergleichbar aufbereitet, im Detail analysiert und ausgetauscht werden.

Interne Ziele
Zunehmend ist auch in der Öffentlichkeit, daß die effektiven Kosten und auch medizinischen Abläufe eines Spitals – je nach Versorgungsauftrag, Angebotsspektrum (in der Region) und Effizienz – beträchtlich variieren. Deshalb wollen die Mitglieder des Vereins SpitalBenchmark die Chance der Transparenz nutzen, um ihre eigenen Abläufe und Kosten anhand der Erfahrungen der Besten zu diskutieren und zu optimieren. Mittel- und langfristige Ziele sind somit systematische, interne Prozessverbesserungen und Effizienzgewinne.

Der Benchmarkprozess auf Kostenseite sollte unbedingt mit einem adäquaten Qualitätsmonitoring ergänzt werden. Diese Lehren aus Deutschland und anderen Ländern, welche entsprechende Systeme eingeführt haben, gelten auch für Benchmarkverfahren in der Schweiz. Konstant gute Ergebnis-Qualität (objektive medizinische Resultate, outcome) und hoher Patientennutzen (subjektive Empfindungen, Dienstleistungen) sind die wichtigsten Ergebnisziele eines Spitals. Sie dürfen aus unserer Sicht nicht der reinen Kostenoptik untergeordnet werden. Der Verein SpitalBenchmark monitorisiert deshalb die Qualität seiner Mitglieder soweit möglich, aber nicht systematisch (siehe auch Kommunikation).

Eine grosse Mehrheit der Spitäler und Kliniken der Akutversorgung sind Mitglied des Vereins und stellen ihre Daten zur Verfügung. Ziel ist, eine möglichst hohe Abdeckung zu erreichen. Nachdem in der ersten Phase der Schwerpunkt auf die Akutversorgung gelegt wurde, wird jetzt der Leistungsbereich Psychiatrie einbezogen.

Externe Ziele
Diskussionen zu Kostendaten von Spitälern werden oft wenig sachlich geführt. Da der Verein SpitalBenchmark heute über repräsentative und objektive Ergebnisse verfügt, soll die wichtigsten Resultate mehr und mehr transparent gemacht werden. Insbesondere sollen künftig Tarifdiskussionen auf dieser Basis fairer geführt werden können.

Kommunikation
Die interne Kommunikation erfolgt via den Vorstand des Vereins und/oder direkt zwischen den Mitgliedern. Wichtigste Plattform dazu sind die regelmäßigen (2-3 Mal pro Jahr) Workshops aller Mitglieder und von einzelnen Fachgruppen.

Die Kommunikation nach außen ist primär Sache des Präsidenten (siehe auch Presse-Spiegel).

Die Datenhoheit liegt allein beim Verein SpitalBenchmark. Als Verein ist er nicht befugt, Daten von Mitgliedern ohne deren Genehmigung zu publizieren. In der Kommunikation geht es deshalb um:

  • Grundsätzliche Aussagen zu Kosten, Effizienz und medizinischem Spektrum von Spitälern in der Schweiz, speziell auf der Basis der Mitglieder im Verein SpitalBenchmark. Sämtliche Daten auf dieser Website erfolgen deshalb in der Sache transparent, aber anonymisiert.
  • Erklärung von objektiv begründbaren Abweichungen und allenfalls Konsequenzen daraus (z.B. Leistungsaufträge, weitere politische Entscheidungsanregungen).
  • Allenfalls Ansätze für grundsätzliche Verbesserungswege – intern in den Spitälern und auch extern via die Rahmenbedingungen (integrales Gesundheitssystem Schweiz) – und erfolgsversprechende Beispiele dazu.  
  • Allenfalls künftig auch den Bezug zur Qualität (erfolgt in Zusammenarbeit und die Kommunikation dazu via H+ Die Spitäler der Schweiz, www.hplus.ch).

Vorstand
Der Vorstand schlägt vor, Mitgliedern ein erweitertes Dienstleistungsangebot gegen entsprechendes Entgelt anzubieten. Dabei gelten folgende Grundsätze:

  • Dienstleistungen können nur von Mitgliedern bezogen werden, welche selbst ihre Daten geliefert haben. Besonders sensible Daten der anderen Mitglieder werden möglichst geschützt (nur mündliche Aussagen), ausser das direkt betroffene Mitglied ist einverstanden. 
  • Die Vertraulichkeit (Vertraulichkeitserklärung) muss unterschrieben sein. 
  • Die Fakturierung der Dienstleistung erfolgt durch den Verein. Die Dienstleister (heute Vorstand und Datenaufbereitungs- stelle) werden pauschal entschädigt, um deren Kosten teilweise zu decken (transparentes Verfahren wie heute).

 


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

Ernst Frank
Sonnenhaldenstrasse 9
6373 Ennetbürgen

Tel: 041 620 50 41
Mobile: 079 455 04 29 
Mail: e.frank@bluewin.ch